Tag 14 – 28.10.2011

Yangshuo – Guilin

Nach so vielen Kilometern auf Autobahnen und Landstraßen, über Dorfwege und Offroadstrecken bietet eine kleine Wasserfahrt eine willkommene Abwechslung: Am Morgen der 12. Etappe tauschen die Teilnehmer ihren vertrauten Audi Q3 mit einem schmalen Bambusfloß. Doch auch die letzten Kilometer auf vier Rädern genießen die Fahrer aus der dritten Gruppe in vollen Zügen, bevor sie ihr Ziel in Guilin erreichen. Das Staffelholz der Tour wird hier an die vierte Gruppe weitergereicht.

Fotos Tag 14

Schade: Dies ist der erste Morgen der Trans China Tour mit Regen. Dabei war der chinesische Wettergott so lange so großzügig auf unserer Reise. Es gab strahlende Sonne über Peking – eher selten. Strahlende Sonne über Shanghai – auch nicht selbstverständlich. Leichte Schwüle und etwas diesiger Himmel über der Region von Shenzhen – ganz normal. Und nun, mitten im Landschaftsparadies der Subtropen? Es ist erstaunlich kalt und regnerisch. So war auf den letzten hundert Kilometern der gestrigen Etappe die Außentemperatur um mehr als zehn Grad gefallen, von 28 auf 16 Grad. Und an diesem Morgen gesellt sich leichter Nieselregen dazu. Solch Unbill komme ganz selten vor, sagt der Hoteldirektor. Eigentlich gebe es hier eine Schönwettergarantie. Eigentlich.

Egal. Eine Bootsfahrt lockt an diesem Morgen die Teilnehmer auf den Yulong He, kurz vor der Stadt Yangshuo. Kein reißender Fluss, sondern ein eher gemächlich dahintreibendes Gewässer – aber mit sensationeller Kulisse. Denn es ist umgeben von den hoch aufragenden Karstkegeln, grün bewachsenen Bergen mit steilen Felswänden und vielen Höhlen – auch wenn sie an diesem Morgen teilweise im Dunst verschwinden – und zwei der Teilnehmer im Wasser versinken. Sie waren etwas zu unruhig auf dem schmalen, aus ein paar Bambusrohren zusammengebundenen Floß.

Mittags tritt die Gruppe zur 12. Etappe an. Sie führt zum Zwischenziel Guilin; die Strecke ist nur 70 Kilometer lang, aber die haben es in sich. Kleine, sehr schmale und kurvige Landstraßen führen durch enge Dörfer mit regem Marktgeschehen und allerlei Bergen von Baumaterial auf der Strecke. Hühner, Hunde oder auch ganze Rinderherden, sowie natürlich die bekannten zwei-, drei, vier, fünf- oder sechsrädrigen Kleinfahrzeuge nutzen die Wege ebenso – wie immer ist höchste Vorsicht angeraten.

Video Tag 14

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Doch die grandiose Landschaft überstrahlt alles. Dichtes Grün auf den Feldern, Reis ist die meistangebaute Frucht. Der Reis wird geschnitten und zu „Männchen“ gebunden, wie früher das Getreide in Europa. Umgeben sind Felder und Dörfer auch hier von den hohen Karstbergen, mit steilen Feldwänden, manchmal Hunderte von Metern hoch.

Das Ziel des Tages ist Guilin. Die Stadt am Fluss Li Jiang ist eines der Traumziele für China-Reisende. Das süßliche Aroma der die Straßen säumenden, immergrünen Duftblütenbäume (Osmanthus) könnte ein Grund dafür sein, die auch hier anzutreffende Karstlandschaft ist sicherlich ein weiterer. Die beeindruckenden Erhebungen rund um die Stadt tragen bemerkenswerte Namen: Mondzahnberg, Hügel des Elefantenrüssels oder Berg des gefalteten Brokats. Etwa ein Kilometer nördlich von Letzterem entfernt erhebt sich das Osttor, ein in Teilen rekonstruierter Torweg der ursprünglichen Stadtmauer.

Für die Teilnehmer der Audi Q3 Trans China Tour 2011 endet die dritte Welle an der Zielrampe beim Hotel Homa Chateau, etwas außerhalb von Guilin: Die schwarz-weiß karierte Flagge bedeutet Abschied nehmen von der Tour durch China, die nächste Gruppe reist morgen an. Zum Schluss beeindruckt allerdings das sehr moderne und konsequent designte Hotel Homa Chateu. Die gesamte Anlage ist ein Kleinod moderner Kunst, der Besitzer ist ein leidenschaftlicher Sammler und Förderer der angesagtesten Künstler des Landes. Und welchen weltweiten Stellenwert die chinesischen Künstler inzwischen haben, hat die Crew der Trans China Tour schon in Peking gelernt.

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