Tag 15 – 29.10.2011

Guilin

Gefahren wird heute nicht. Und doch wäre Ruhetag exakt das falsche Wort: Die Teilnehmer der dritten Gruppe reisen zurück in die Heimat, die Fahrer der vierten Welle kommen zum Startpunkt nach Südchina. Und die Autos erhalten Updates ihrer Navigationssysteme mit den Wegpunkten der nächsten Etappen. Denn die MMI Navigation führt die Audi Q3 auch in China mit erstaunlicher Zuverlässigkeit zu den gewünschten Zielen.

Fotos Tag 15

Zum Glück ist dieser Morgen nicht mehr so kalt wie die beiden vorausgegangenen Tage. Südländisches Sommergefühl kommt angesichts des trüben Himmels dennoch nicht auf. Vielleicht fällt den Tourteilnehmern der dritten Gruppe der Abschied damit leichter. Die Journalisten aus Australien, Brasilien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Japan, Korea und Polen gewannen in den vergangenen Tagen eine ganze Menge an China-Erfahrung. Sie haben so einige der vielen Gesichter dieses riesigen Landes kennen gelernt, haben seine enorme Dynamik und die wirtschaftliche Entwicklung erlebt, ebenso die faszinierende Natur und immer wieder die Freundlichkeit der Menschen – auch und gerade in den Gegenden, in denen der Weg in den Wohlstand noch länger sein wird.

Nun reist die vierte und auch letzte Gruppe an. Neben ein paar weiteren Deutschen werden sich ab morgen Journalisten aus China an die Lenkräder der Audi Q3 setzen. Sie wollen das neue Auto in allen Facetten kennen lernen. In China rollt der kompakte SUV ab 2012 in den Verkauf, zunächst als Importmodell aus Europa, später aus eigener Produktion im Land. Dabei darf man dem Audi Q3 auch in China eine große Karriere zutrauen: Das Segment der SUV boomt hier noch deutlich stärker als andere Fahrzeugtypen. Mit dem Q5 hat Audi die klare Marktführerschaft, auch der Q7 ist sehr erfolgreich. Gerade junge und auch weibliche Kunden, eine in China stark wachsende Käufergruppe, fühlen sich in den sportlichen Mehrzweckfahrzeugen sehr wohl.

Heute wird die Flotte der 20 Audi Q3 für die folgenden vier Etappen vorbereitet – und das meint vor allem Waschen und Tanken, denn auch weiterhin begeistern die Q3 durch keinerlei Schäden oder Ausfälle. Ergänzend zur kleinen Wagenpflege müssen die Daten der MMI Navigationssysteme um die Wegpunkte der kommenden vier Tage ergänzt werden. Schließlich ist der schnelle Weg nicht immer der schönste, gerade die Strecken über kleine und kleinste Landstraßen müssen im Navigationssystem als erwünschte Umwege hinterlegt werden.

Der Autofahrer aus dem Westen ist zunächst überrascht, wie gut und detailliert das chinesische Straßen- und auch Wegenetz abgespeichert ist. Insgesamt rund drei Millionen Kilometer sind mit hoher Datenpräzision digitalisiert. Dabei muss, auch wenn es zunächst überraschend klingen mag, das Navigationssystem in China weitaus exakter arbeiten als etwa in Deutschland: Oft liegen mehrere Straßen eng nebeneinander, Ein- und Ausfahrten sind viel häufiger, und die mehrstöckigen Betonpisten in den Metropolen stellen ganz besondere Aufgaben: „In Shanghai gibt es vierstöckige Straßen, mit kreisförmigen Rampen und mehreren Abzweigungen in jedem Stockwerk. Das ist die Hölle für ein Navigationssystem“, beschreibt Intakhab Khan die Herausforderung.
Der Ingenieur leitet im Audi Infotainment Tec Center (ITC) in Peking die Systementwicklung und kennt die Herausforderungen genau. „Hier in China ist alles komplexer, wir haben hier andere Normen und andere Hardware.“ Und vor allem eine ganz andere Sprache, mit einer sehr aufwändigen Schrift. Deshalb sind zum Beispiel viele der schwierigsten Verkehrszeichen im System hinterlegt und werden auf dem Bildschirm in originaler Form gezeigt.

Das ITC ist eins der Beispiele, wie intensiv Audi seine Modelle an die spezifischen Herausforderungen dieses Marktes anpasst. Die internationale Ingenieurstruppe in Peking entwickelt und testet die Infotainment- und Navigationssysteme für alle asiatischen Länder. Audi hat sich hier längst einen deutlichen Wettbewerbsvorsprung erarbeitet. Die neue Generation der großen Audi-Modelle versteht (als einzige Autos der Welt) sogar geschriebenes Chinesisch. Auf dem Touchpad der Modelle A8 oder A7 kann der Kunde mit dem Finger schreiben – das Auto erkennt die ungeheure Zahl von 29.000 verschiedenen chinesischen Schriftzeichen.

Ein Problem freilich bleibt: die enorme Geschwindigkeit, mit der hier neue Straßen und Brücken entstehen. Auch auf der Tour sind die Audi Q3 an mehreren Stellen über Brücken oder durch Tunnel gerollt, die das System noch gar nicht kannte. Das liegt aber auch an den Vorschriften: Die Behörden in China lassen schneller bauen als sie Updates der Kartensoftware genehmigen.

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